Predigt, Musik und Friedensimpulse
Der Gottesdienst begann mit dem Eingangslied „Nun danket alle Gott“ (NGB 256), begleitet von einem feierlichen Choralvorspiel an der Orgel – eine musikalische Einstimmung, die den Raum mit Andacht ausfüllte. Das Bibelwort aus 1. Thessalonicher 1, 2–3 war ein liebevoller Gruß an die Gemeinde, ein Lob für ihren Glauben, ihre Liebe und ihre Hoffnung. Apostel Wittich ging auf den freundlichen Ton des Paulusbriefes ein und stellte die Gemeinde als „lebendige Steine“ heraus, im Gegensatz zu manchen prunkvollen Kirchen, die er gerne auf Reisen besucht. In unseren schönen, wenn auch schlichten Kirchen sind unsere „Domschätze“ die Gemeinden sowie die Verheißungen Jesus in der lebendigen Hoffnung! Die Gemeinde ist Gabe und Geschenk. Er verneigte sich hochachtungsvoll an „die Alten“ und prägte den Wortlaut, dass dies ein Tag sei, der Geschichte atmet. Seine zentrale Botschaft sinngemäß lautete an die Gemeinde: „Tue alles aus Liebe – oder lass es.“
Nach dem Bibelwort sang der Chor „Die Himmel rühmen“, erneut begleitet von Jonas an der Orgel. Im Rahmen der Ämterwechsel erklangen die Lieder „Ich lobe meinen Gott“ mit Klavierbegleitung und der Kanon „Da pacem domine“ – ein musikalisches Gebet für den Frieden. Bezirksältester Holger Niebhagen sprach über die Lichtprojektion der Friedenstaube hinter dem Altar von der Andacht am Abend zuvor und erzählte von seiner Begegnung mit der Komponistin des Liedes „Kleine weiße Friedenstaube“, einer Geflüchteten. Er unterstützte sie bei der musikalischen Umsetzung, so dass das Lied mit Noten gesungen werden konnte. Leider wird es heute kaum noch verwendet, obwohl diese Botschaft aktueller denn je ist.
Der Vorsteher Maik Kinski griff das Gleichnis vom verlorenen Sohn auf und beleuchtete die Perspektive des zurückgebliebenen Bruders, der seinen Vater mit „dein Sohn“ konfrontierte – statt „mein Bruder“. Apostel Wittich vertiefte diesen Gedanken: „Es ist schade, dass das Gleichnis kein happy end hat – aber es erinnert uns: Wir sind alle Gotteskinder.“
Nach dem Bußlied und dem Abendmahl setzte die Jugend der Gemeinde mit dem Lied „Der mich sieht“ (Gesang, Klavier, Gitarre, Schlagzeug) einen modernen, berührenden Akzent. Die musikalische Gestaltung wurde von den Ehrengästen mit spontanem Beifall gewürdigt. Den Abschluss bildete nochmals der Jugendchor mit dem Lied „Alles tanzt“, das mit seiner lebendigen Darbietung und den zahlreichen Danksagungen an Ehrengäste und Mitwirkende den Gottesdienst krönte und Standing Ovation einbrachte.
Ehrengäste und Nachklang
Der Gottesdienst wurde besucht von Superintendent Sebastian Neuß und Ortsteilbürgermeister Dr. Waldemar Kühner. Beim anschließenden Kirchenkaffee und Mittagessen wurden die Gespräche vom Vortag fortgesetzt.
Ein spontaner Chor formierte sich auf der Festzeltbühne und sang das Lied „Kleine weiße Friedenstaube“, das Bezirksältester Niebhagen in seiner Predigt erwähnt hatte. Dieser bewegende Moment verstärkte den Wunsch nach Frieden. Das Festwochenende begann bereits am Samstag. Hier ist der Bericht nachzulesen.
Neuapostolische Kirche